Peter Tanz wird Ehrenbürger

Überreichung der Urkunde an Pfr. Tanz

Überreichung der Urkunde an Pfr. Tanz

So manche unter uns erinnern sich gerne an Peter Tanz, den langjährigen Pfarrer unserer Partnergemeinden in Thüringen. Sie erinnern sich an seinen ersten Besuch hier in Althengstett, als die Mauer noch längst und fest stand, an seine bewegenden Worte hier im Gottesdienst. Sie erinnern sich auch an die Besuche in Weltwitz, Moderwitz, als man noch Visa benötigte und ein größeres Treffen dort fast nicht organisiert werden konnte. Alles musste möglichst unauffällig geschehen - im Pfarrhaus, im Pfarrgarten, vielleicht noch im „Kleinen Elefanten“.

 

 

Auch als Pfarrer Tanz im Jahr 2000 in den Ruhestand verabschiedet wurde, waren wir Althengstetter mit Posaunenchor dabei.

 

 

Peter Tanz war über seine vielen Gemeinden hinaus aktiv. So hatte er ab 1979 zudem das Amt des Kreisjugendpfarrers bekleidet und war für viele kritische junge Menschen ein wichtiger Ansprechpartner. Vielleicht hat er dabei den Grundstein für das gelegt, was dann zur Zeit der Wende geschehen konnte. In einer Thüringer Zeitung stand dazu: „Während der friedlichen Revolution 1989/90 hat er als mutige Führungspersönlichkeit in Neustadt/Orla Geschichte geschrieben. In jenen Wendejahren hat er mit zahlreich organisierten Friedensgebeten, als Redner

auf Kundgebungen und Erstunterzeichner der Unterstützerliste des „Neuen Forums“ in Neustadt den Menschen der Orlastadt, Orientierung, Vertrauen und Selbstbewusstsein gegeben.“

 

 

Für dieses demokratische Engagement wurde ihm am 26. August 2008 anlässlich seines 70. Geburtstages im Rathaussaal das Ehrenbürgerrecht der Stadt Neustadt (Orla) verliehen. Die sehr persönlich gehaltene Laudatio hielt die Präsidentin des Thüringer Landtags Frau Prof. Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski. Umrahmt wurde die Feier durch den Musizierkreis der evangelischen Kirchengemeinde.

 

 

Die Althengstetter Kirchengemeinde hat Peter Tanz zum Geburtstag und zur hohen Auszeichnung sehr herzlich gratuliert. Wir wünschen ihm, der sehr krank ist, alles Gute, bestmögliche Gesundheit, Gottes Segen und Geleit.

 

Hannelore Kopp