Wort auf den Weg

Da wir momentan in unseren Kirchen keine Gottesdienste feiern können, möchten wir Ihnen ein biblisches Wort mit auf den Weg geben.   

 

 

Die Corona-Epidemie wirft nach einigen Wochen immer noch viele Fragen auf. Die Frage nach der Dauer dieser Pandemie treibt alle um: Wie lange wird diese Corona-Epidemie uns und unser Land dermaßen in Beschlag nehmen? Wie lange müssen wir uns noch um unsere nahestehenden Menschen sorgen? Wie lange werden wir uns mit unseren Kontakten einschränken müssen? Wie lange hält diese Krise unsere Wirtschaft aus? Wie lange? Wir befinden uns in einer schwierigen und beklagenswerten Zeit.
In einer sehr schweren Zeit befand sich in biblischer Zeit ein Psalmbeter. Der Beter des 31. Psalms richtet seine Klage in einer ausweglosen persönlichen Situation an Gott. Dank Gottes Hilfe übersteht er seine Lebenskrise. Am Ende des Psalms nimmt er diese Zeit ins Gebet und blickt zurück und blickt zu Gott. Zuerst bittend und kla-gend, dann dankend und vertrauend wendet er sich an Gott. Er betet:
„Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.“ (Ps 31,15+16)
Dieser Beter ist gewiss: Gott hält auch seine schweren Zeiten in Händen. Es ist die Zeit seiner Sorgen und Ängste, die Zeit seiner Bedrohungen und Gefahren. Dass er auch in diesen Zeiten von Gott gehalten ist, gibt ihm Kraft und Mut, Hoffnung und Zuversicht.
Ich kann auch heute immer noch aus seinem Gebet Hilfe und Stärkung für mein Leben nehmen. Auch meine Zeit ist in Gottes Händen. Meine Zeit: Das bin ich! Das ist mein Leben! Darüber wird nun gesagt: Meine Zeit – ich bin – in Gottes Händen.
Hier und heute erlebe ich diese schlimme Zeit der Corona-Epidemie mit all ihren Gefahren und Gefährdungen. Wie lange wird sie noch andauern? Niemand kann die Frage beantworten. Eines lässt sich trotz alledem sagen: Meine Zeit, ich bin und bleibe in Gottes Händen!

Ihnen und uns allen wünschen wir Gottes Schutz und Segen!
Bleiben Sie behütet!