Läuteordnung (geändert seit Pfingsten 2020)

Läuteordnung im Tagesablauf an Werktagen

Läuteordnung im Tagesablauf an Werktagen

 

Läuteordnung im Tagesablauf an Sonn- und Feiertagen

Läuteordnung im Tagesablauf an Sonn- und Feiertagen

 

 

In der Markuskirche erklingen vier Glo­cken. Demnach ist bei einem sogenannten Vierergeläute die größte Glocke die Bet­glocke, die zweite die Kreuz- oder Schiedglocke, die dritte die Zeichenglocke und die kleinste ist die Taufglocke

 

Die Betglocke

In einem Vierergeläute ist sie die größte und deshalb auch tiefste Glocke. Sie ruft im Tagesablauf zum Gebet und bei den Gottesdiensten läutet sie während des Va­terunsers. Sie lädt zum Mitbeten ein.

 

Die Kreuz- oder Sterbeglocke

Wie der Name sagt, läutet die Kreuzglocke zu den Stunden, die nach der biblischen Überlieferung mit dem Sterben Jesu am Kreuz verbunden sind. Um 9:00 Uhr wäre dies die Stunde der Kreuzigung, denn „in der dritten Stunde“ wurde Jesus ans Kreuz genagelt (Markus 15,25); um 11:00 Uhr ist es die Stunde der einbrechenden Finsternis und der Beginn des Todeskampfes Jesu am Kreuz (Matthäus 27,45), und um 15:00 Uhr ist es die Todesstunde Jesu (Matthäus 27,46.50). Um 18:00 Uhr erinnert die Kreuzglocke an die Kreuzabnahme Jesu und an seine Grablegung. Die Kreuzglocke dient aber auch als sogenannte Schied-oder Sterbeglocke. Immer wenn ein Ge­meindeglied verstorben ist, wird nach Be­kanntwerden am selben oder am folgen­den Tag um 9:00 Uhr mit der Kreuz- oder Sterbeglocke (Schiedglocke) geläutet. Sie ruft zur Fürbitte für den Verstorbenen und seine Angehörigen und mahnt an die eige­ne Sterbestunde.

 

Die Zeichenglocke

Mit dem „ZeichenIäuten“ wird auf einen nahenden Gottesdienst hingewiesen. Bei der Markuskirche gibt es vor jedem Got­tesdienst, Taufe, Trauung, Bestattung, Ju­gendgottesdienst in der Regel zwei „Zeichen“. Die ersten Klänge gibt die Zei­chenglocke eine Stunde vor Beginn. Das zweite „Zeichen“ geschieht eine halbe Stunde vor der Feier mit der Betglocke. Das Läuten vor den Gottesdiensten diene dazu, dass sich Menschen innerlich auf den Gottesdienst einstimmen.

 

Die Taufglocke

Die Taufglocke ist die kleinste und deshalb auch die hellste Glocke. Mit ihrem Läuten begleitet sie die Taufe im Gottesdienst und ruft die zu Hause gebliebenen Gemeinde­glieder zur Fürbitte für den Täufling und die Tauffamilie auf.

Volles Geläut

Nicht nur einzelne Glocken läuten im Ta­gesverlauf, sondern auch mehrere Glocken oder das volle Geläut sind bei besonderen Anlässen zu hören. Unmittelbar vor jeder Andacht und vor jedem Gottesdienst (Taufe, Trauung, Bestattung, Kindergarten­, Kinder-, Schüler- und Jugendgottesdienst, Regenbogenkirche) laden mehrere oder alle Glocken zur Andacht oder zur Gottes­dienstfeier ein. Das volle Geläut ist außer­dem am Abend vor einem Sonn- oder Fei­ertag zu hören und läutet um 17:00 Uhr den Sonn- oder Feiertag ein. Die Gemein­de soll daran erinnert werden, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, sondern die Arbeit durch Sonn- und Feiertage unterbrochen werden darf. An Silvester ist ab 0:00 Uhr das volle Geläut zu hören. Alle vier Glocken der Markuskirche läuten das neue Jahr ein.

 

Glockenschlag

Glocken als Uhr Die Glocken läuten nicht nur, Glocken können auch schlagen. Die Glocken der Markuskirche geben damit die Uhrzeit an bzw. was die Stunde geschlagen hat. Jede viertel Stunde wird mit der kleinsten Glo­cke, der Taufglocke, angeschlagen. Eine volle Stunde geben zwei Glocken hinterei­nander an: Der 1. Stundenschlag ist Aufga­be der Kreuzglocke, den 2. Stundenschlag übernimmt die Betglocke.